Markus Johannes „Mischa“ Wolf (* 19. Januar 1923 in Hechingen, Hohenzollernsche Lande; † 9. November 2006 in Berlin) war ein deutscher Leiter des Auslandsnachrichtendienstes der DDR. Er leitete von 1952 bis 1986 die Hauptverwaltung A (HVA), den Auslandsnachrichtendienst im Ministerium für Staatssicherheit.

Wolfs Vater war der Arzt und Schriftsteller Friedrich Wolf (1888–1953), der aus einer religiösen jüdischen Familie aus Neuwied im Rheinland stammte[1] und aktiver Kommunist war. Wolfs Mutter war die Kindergärtnerin Else Wolf, geborene Dreibholz (1898–1973). Markus Wolfs Bruder war der Filmregisseur Konrad Wolf (1925–1982). Die Familie lebte in Stuttgart, bis sie nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten 1933 zunächst in die Schweiz emigrierte, danach nach Frankreich[2] und 1934 in die Sowjetunion. Sie überlebten dort (anders als viele andere Kommunisten, die ebenfalls in die Sowjetunion geflohen waren) die Zeit des Großen Terrors (Herbst 1936 bis Ende 1938). Die Familie lebte in Moskau in einem Haus in der Nischni-Kislowski-Gasse.[3] Die beiden Brüder besuchten die Karl-Liebknecht-Schule.

Quelle: Wikipedia

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